Forschungsliteratur


Thomas Habbel "Waldstück" 1965 Öl (77 x 107)

Grundlagen

Die Sammlung von Forschungsliteratur ergänzt die Datenbank der Primärliteratur um Forschungsbeiträge zur Antikerezeption in der deutschsprachigen Literatur nach 1945.
Sie umfasst über 2700 Einträge und verzeichnet Forschungsarbeiten zu einzelnen Autoren sowie zu übergreifenden Themen, Begriffen, Stoffen oder Motiven.

Die Auswahl hat sich an den in den Primärliteraturdatenbanken erfassten Autoren orientiert. Forschungen zu Autoren, die ihren Schaffensschwerpunkt vor 1945 hatten, nach dem Krieg jedoch noch weiter publizierten, sind ebenso aufgenommen wie solche zuzeitgenössischen Autoren (siehe dazu die Liste der recherchierten Autoren).


Thomas Habbel "Chiemsee mit Gebirge" 1965 Öl auf Leinwand (80 x 121)

In die Bibliographie wurden nicht nur Forschungen aufgenommen, die sich ausschließlich mit der Antikerezeption auseinandersetzen, sondern auch solche, die nur kürzere Hinweise zum Thema enthalten. Im Falle von Primärtexten, deren Stoff vollständig der Antike entstammt (z.B. Botho Strauss, Ithaka; Christa Wolf, Kassandra), wurden auch Beiträge aufgenommen, die sich nicht dezidiert mit dem Verfahren der Antikerezeption auseinandersetzen. Auch sie dokumentieren den spezifischen Umgang der Autoren mit der antiken Überlieferung.
Aufgrund der Menge an relevanter Literatur konnte nur ein kleinerer Teil der erfassten Forschungsbeiträge eingehend autopsiert werden. Die übrigen Beiträge wurden aufgrund ihrer Titel, Untertitel und Erscheinungskontexte aufgenommen, wobei Zweifelsfälle in der Regel jedoch geprüft worden sind. Gegenüber Fehlern und Lücken, denen der aufmerksame Benutzer ohne Zweifel begegnen wird, bitten die Bearbeiter der Datenbank um Nachsicht. Hinweise auf noch nicht eingearbeitete Literatur können weitergegeben werden.


Thomas Habbel "Wachau vor dem Gewitter" 1970/71 Öl (83 x 110)

Bibliographien

Für die Erfassung der Beiträge wurden durchgehend die digital verfügbaren Forschungsdatenbanken, die International Bibliography der Modern Language Association (1963ff.) und die Bibliographie der deutschen Sprach- und Literaturwissenschaft (BDSL, "Eppelsheimer-Köttelwesch"; 1990ff.) ausgewertet, in vielen Fällen wurden darüber hinaus die älteren Bände der BDSL konsultiert sowie die im Kritischen Lexikon der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur und (soweit vorhanden) die in Personal- und Sachbibliographien verzeichneten Titel. Diejenigen Autoren, in deren Werk die Rezeption der Antike eine besonders bedeutende Stellung einnimmt, sind mit dem Anspruch möglichst großer Recherchedichte bibliographiert worden.

Wer ist eigentlich dieser Achill, fragte die Schildkröte und fraß weiter an ihrem Salatblatt
Arnfrid Astel
Philologische Interessen konnten nicht bedient werden.
Bertolt Brecht
Feuergefährlich ist viel. Aber nicht alles, was feuert, ist Schicksal, Unabwendbares.
Max Frisch
Ich ziehe mich zurück in das Federkleid schwebender aufsteigender Sätze
Günter Kunert
Die Moderne [kann] sich nur richtig verstehen, wenn sie sich aus der Antike versteht.
Michael Theunissen
Zuviel Abendland, Verdächtig.
Günter Eich